G20
Die ausgewählten Bözberggemeinden
für das Endlager Atommüll


Heiner Keller
Doracher 8
CH-5079 Zeihen

G20, die ausgewählten Bözberggemeinden

Die G20, die Gruppe der 20 Gemeinden rund um den Bözberg, die vom Bundesrat im April 2009 auf Antrag des Bundesamtes für Energie (BFE) und der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra), als ein geeignetes geologisches Standortgebiet für ein Tiefenlager für radioaktive Abfälle ausgewählt wurden. Der Auswahl liegen nicht nur geologische Kriterien zu Grunde.

Sind die Abfälle heute sicher?

Ein Teil der radioaktiven Abfälle lagert bereits am Rande des Bözbergs im Zwischenlager (Zwilag) in Würenlingen und bei den Kernkraftwerken in Leibstadt, Beznau und Gösgen. Laufend kommen weitere Abfälle aus Kraftwerken, Forschung, Spitälern und Industrie. Sind sie dort sicher?

G20 hat schlechte Karten - also spielen wir sie aus!

Gesetze und der Sachplan "Geologische Tiefenlager" regelt den Umgang mit radioaktiven Abfällen und die Auswahl des (oder der) Tiefenlagers. Nach weiteren Untersuchungen legt der Bundesrat die Standorte fest (Rahmenbewilligung) und lässt diese vom Parlament genehmigen. Die Genehmigung unterliegt dem fakultativen Referendum. Es glaubt wohl niemand im Ernst, dass sich die G20 in 10 Jahren im Bundesrat oder im Parlament in Bern Gehör verschaffen kann. Also machen wir jetzt mit.Es gibt keine vernünftige Lösung - also machen wir das Beste draus.

Für die Lagerung radioaktiver Abfälle gibt es keine vernünftige Lösung. Die Abfälle sind da. Bei einer Havarie kann Radioaktivität für das Leben sehr gefährlich sein. Und zwar über grosse Distanzen und lange Zeiten. Das Argument "Wir haben schon genug Lasten, die andern sollen die Abfälle nehmen" ist blöd und hilft - ausser der eigenen Karriere - in der Sache nicht weiter. Deshalb bezeichnet ja der Bundesrat das Vorgehen ohne Auswahlmöglichkeiten als "Sachplan".

Sicherheit geht vor

Die meisten involvierten Amtsstellen betonen: Für die Auswahl des Endlagers geht die Sicherheit vor. G20 erwartet, dass dies auch für den Fall Bözberg zutrifft. Nur: Früher waren der Wellenberg und nachher das Zürcher Weinland die sichersten Standorte. Warum sind sie es heute nicht mehr?

G20 wartet nicht blauäugig auf die Entscheide, die da kommen werden.
G20 denkt an sich und die Zukunft von Mensch und Landschaft rund um den Bözberg.

Schauen wir nicht auf die andern, sondern für uns.


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